Eisberge in Geesthacht – Zufahrt für Kraftfahrzeuge gesperrt

Eisberge in Geesthacht – Zufahrt für Kraftfahrzeuge gesperrt

Geesthacht (pmi) – Eisberge inmitten Schleswig-Holsteins: Viele Besuchende aus ganz Deutschland zieht es derzeit an das Geesthachter Wehr, weil sich dort in den vergangenen Tagen Eisschollen zu Bergen aufgetürmt haben. So verständlich das Interesse an diesem beeindruckenden Naturschauspiel ist: Nachdem sich die Situation vor Ort in den vergangenen Tagen zugespitzt hat, sehen Stadtverwaltung Geesthacht und Polizei Geesthacht jetzt Handlungsbedarf.

„Leider haben die Anzahl der Besuchenden und deren Verhalten vor Ort inzwischen ein solches Ausmaß angenommen, dass wir am heutigen Freitag (23. Januar 2026) die Zufahrten zur Elbhalbinsel gesperrt haben. Alle Appelle, dass Interessierte möglichst zu Fuß oder per Fahrrad ans Wehr kommen mögen, haben nicht geholfen. Es parken so viele Fahrzeuge kreuz und quer in dem Gebiet, dass die Rettungswege ohne eine Sperrung nicht mehr gewährleistet werden können“, schildert die Stadtverwaltung Geesthacht die Verkehrssituation vor Ort, die auch vom Polizeirevier Geesthacht als nicht tragbar eingeschätzt wird. „Die Rettungswege müssen zu jeder Zeit freigehalten werden. Fahrzeuge sollen nur dort abgestellt werden, wo es auch erlaubt ist. Die Polizei wird in den kommenden Tagen verstärkt vor Ort sein.“, kündigt das Polizeirevier Geesthacht an. Einwohnerinnen und Einwohner Geesthachts, die sich das Eis auf der Elbe anschauen möchten, werden weiterhin gebeten, den Weg zur Schleuseninsel mit einem Spaziergang oder einer Fahrradtour zu verbinden. Wer von auswärts anreist, kann von der Geesthachter Innenstadt den Bus bis zur Straße „Am Schleusenkanal“ nutzen und von dort zu Fuß zur Elbhalbinsel gehen. 

Grundsätzlich appellieren Polizei und Stadtverwaltung: „Wer das Naturschauspiel anschauen möchte, möge die Wasserstände im Blick haben.“ Denn: Der Wasserstand der Elbe unterliegt westlich von Wehr und Schleuse den Gezeiten. „Zur Zeit strömen viele Menschen gerade am Nachmittag und/oder zu Niedrigwasserstand zur Schleuseninsel, um die momentan vorm Wehr liegenden Eisberge zu sehen. Während Niedrigwasser entsteht eine Landzunge zwischen Elbufer und Wehr beziehungsweise Brückensockel. Auf diese Landzunge begeben sich viele der Schaulustigen, um noch näher an die Eisberge herankommen zu können. Mit ansteigendem Pegel wird diese Landzunge dann aber wieder zu einer Insel. Viele unterschätzen, wie schnell der Pegel steigt und wie man dann vom ‚Festland‘ abgeschnitten werden kann“, sensibilisiert die Stadtverwaltung Geesthacht. In den nächsten Tagen steigt gerade zur Dämmerung am späten Nachmittag/frühen Abend der Wasserstand in diesem Bereich wieder. In den vergangenen Tagen seien wiederholt Personen, die besonders dicht an die Eisberge heranwollten, in brenzlige Situationen geraten, während sie beispielsweise versuchten auf Eisschollen oder Eisberge zu klettern. Ergänzend wird von der Stadtverwaltung nochmals eindringlich davor gewarnt, die Eisschollen zu betreten.

Foto: Stadt Geesthacht

Paar rettet Kind aus See

Mölln (pmi/ots) – Dank zweier aufmerksamer Anwohner konnte gestern Nachmittag gegen 14.55 Uhr ein Kind aus einem Teich gerettet werden. Das 12-jährige Mädchen war zuvor mit ihrem Hund an der Anlegestelle des Schulsees in der Hauptstraße am Stadthauptmannshof in Mölln unterwegs, als beide plötzlich auf die nicht tragfähige Eisfläche gerieten und einbrachen. Das nicht schwimmfähige Kind konnte noch durch Hilfeschreie auf sich aufmerksam machen. Sofort eilte das Paar, welches die Hilfeschreie vernahm, zum See. Während der Mann das schon fast vollständig unter Wasser befindliche Kind unter enormen Kraftaufwand aus dem See herausziehen konnte, verständigte die Frau die Rettungskräfte.

Für den Hund kam leider jede Hilfe zu spät. Das Mädchen wurde stark unterkühlt umgehend in ein Krankenhaus eingeliefert. Die genauen Umstände, wie das Mädchen auf das Eis geraten war, sind derzeit noch unklar.

Die Polizei appelliert erneut, sich in der Nähe von Eisflächen äußerst vorsichtig zu verhalten. Derzeit haben alle Eisflächen noch keine ausreichende Dicke, um gefahrlos betreten werden zu können. Menschen die dies dennoch tun, begeben sich in Lebensgefahr.